Dornfelder Saft

Dornfelder Saft DeppischMit der Absicht, die ständige Kritik an den deutschen Rotweinen entgegen zu wirken, dass sie farbenschwach wären, forschte der August Herold (1902 – 1973) an den Staatlichen Lehr- und Versuchungsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg. So entstand 1955 die Dornfelder Traube, um den Rotweine eine dunklerer Farbe zu verleihen.

Mit der Idee des Deckweins kam es aber anders, denn diese Frucht war erkostbar dazu in der Lage, eigenständig einen Qualitätswein herzugeben, der den ich vor Jahren lieben und schätzen gelernt habe. Für Wein ist die Dornfelder Traube also herausragend, als Fruchtsaft blieben die Tropfen aber farbenschwach.

Doch zum Glück sind nicht nur Wein und tiefes Rot Genussquellen. Ein Dornfelder Direktsaft ist definitiv etwas für Genießer und soll langsam getrunken werden und länger im Mund bleiben, so als wenn er Whiskey oder ein schwerer Wein wäre. Er ist ein kräftiger, aber gediegener Geschmack von Kirsch und Brombeeren der herrscht, aber eine leichte Vanille Note macht ihn komplexer. Komplex genug, um von Poesie im Mund sprechen zu dürfen. Im Gaumen vernehme ich auch ein Geschmack der mich immer wieder mit einem Hauch an Malz erinnert. Einen Eindruck bekomme ich aber auch, dass Eisen ein wunderbarer Geschmack ist. Aber lassen wir es. Hat man schon mal versucht den Bananen oder Erdbeeren Geschmack jemanden zu beschreiben, ohne Hilfe eines Vergleiches und schnell gemerkt, wie unmöglich das ist? Nur ein Geschmack kann für sich sprechen in dem er geschmeckt wird, und wenn man ganz gaumenwach ein Dornfelder Saft schmeckt, schmeckt man schweres Drama und leichte Poesie.

Er eignet sich hervorragend für Cocktails und hier können Sie auch Geschmacksvorstellungen mit Kaffee nachgehen.

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