Kaffeebier Verkostung, 24. Juni: „Chicca“ aus Turin, Italien (Slow Food)

Huehuetenango ist eine Stadt nahe der Mexikanischen Grenze auf einer Höhe von 1,901 Meter (gut über 6,000 feet). Es ist auch eine Region im Hochland Guatemalas. Der Name kommt eigentlich aus Mexiko und, genau wie „Aguacate“ (Avocado), ist ein Wort auf Nahuatl, die Sprachen der Azteken und bedeutet „Ort der Ahnen“.

Huehuetenango wird auch als Samen unter Kaffee-Experten und -Liebhaber zunehmend bekannt. Dieser Kern kommt aus einem single-origin Arabica Kaffee, der am Fuß des höchsten nicht-volkanischen Berges Zentralafrikas im Schatten gezogen wird, dann vom Hand gepflückt, fermentiert und sonnengetrocknet. Er ist Hauptexport der Region.

Auf den anderen Seiten des atlantischen Teiches, unter der Slow Food Ideen tätig, befindet sich in Turin (Piedmont), im nördichen Teil Italiens, die soziale Kooperative Pausa Cafe. Diese importiert Huehuetenango Kaffee, röstet ihn mit Holz und verwendet ihn schliesslich als Infusion für die Produktion des Bieres Chicca.

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Beim Geschmack gehen Italiener Sachen direkt an. Ein Espresso gehört nicht zu den Getränken mit komplexen Aromen und Noten von Blumen und Früchte. Ein Espresso wird kurz, stark und unter Druck gebrüht und daraus entsteht ein starker Geschmack nach KAFFEE. Eben so direkt ist dieses italienische Bier – das erste, das ich aus einer Reihe internationalen Kaffeebieren probiert habe, die ich im Laufe der nächsten Wochen verkoste.

Meine Geschmacksnoten –

Bild:
Die Farbe ist nicht das, was ich vom Geschmack und Italiener erwartet hätte. Es ist verhältnismässig hell und für den Geschmack hätte ich mit viel mehr Dunkelheit gerechnet.
Der Schaum ist eine leichte Karamel Farbe ohne sehr viel Körper und verschiendet ziemlich schnell.

Aroma:
Wie die Farbe erahnen lässt, das Aroma ist leicht mit ein wenig Hopfen und ein wenig Malz für die Nase, aber kein Zeichen vom Kaffee.

Geschmack:
Zunge und Gaumen werden sofort im Richtung Bier und Kaffee denken müssen. In dieser Kombination tragen sie gleichenteils zum Geschmack herbei, ohne dass der eine oder andere überwiegt. Das ist vielleicht genau das, was manche Gaumen wollen, dieses Gleichgewicht.
Die Bitterkeit ist stark vermischt mit einen etwa sauerlichen Geschmack.
Es ist auch ein Geschmack der an Kräuter erinnert. Nicht mit der Schärfe mancher einzelnen Kräutern, aber wie ein Hauch einer gleichmässigen Kräutermischung.
Von Zucker merke ich erst Mal nichts.
Vielleicht ein Hauch im Nachgeschmack erst.
Es ist ein sehr geradeaus Geschmack. Die komplexe Noten, die man woanders gewöhnt ist, finde ich hier keinesfalls.

Konsistenz:
Der Kohlensäuren Gehalt ist mittestark bis stark, was ich zum Geschmack passend finde.

Allgemeiner Eindruck:
Es ist kein komplexe Welt der Geschmäcker und Noten. Ein guter aber schlichter Biergeschmack, kombiniert – ja – gut kombiniert mit Kaffeegeschmack, aber nichts was einlädt in den Gaumenerfahrungen zu verweilen. Aus diesem Grund verspüre ich kein Bedürfnis ein Chicca Bier im nächsten Zukunft zu trinken.

Fakten:
Brauerei: Birrificio Pausa Cafè
Internet: http://www.pausacafe.org
Herkunft: Turin, Italien
Kaffee Herkunft: Huehuetenango, Guatemala
Alk/Vol.: 7,5%
Noten: Produziert nach Richtlinien der Slow Food Organisation

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