Wenn Gaumen aus Kuba sich in Italien aufhalten / Kubanisches Risotto

Als ich im Jahr 2000 meine Eltern besuchte, begegnete ich drei Personen, ihre Persönlichkeiten und noch mehr. Zum ersten Mal seit 1975 war ich mit drei Personen in einem Haus vereint, die die Grundlage meines kulinarischen Lebens wesentlich bestimmten – Vater, Mutter und Tante. Es fehlte nur eine wichtige, vierte Person – meine verstorbene Großmutter. Es war meine Familie die alle erste Quelle für das Wissen und das Schmecken vom guten Essen. Das wäre eigentlich Grund genug gewesen, um mich zurückzuhalten und genießen und gar nicht wagen für diese meisterliche Münde zu kochen. Es war nicht übermäßiger Mut, viel mehr war es meine Begeisterung für das Kochen und der Wunsch eine Art Dankbarkeit zu zeigen, was mich dazu bewegte, für diese lieben Menschen dennoch kochen zu wollen.

Es war auch an dem Tag, wo ich deutlich merkte, wie klein alle Küchen der Welt sind, wenn man sie mit dem Rest der Welt vergleicht, egal wie reich sie für sich erscheinen können.

Ich wuchs mit Vielfalt auf dem Esstisch, aber als ich mein Vorhaben vorankundigte, Pasta zu kochen, alle Augen staunten groß. Ja, Kubaner und Puerto Ricaner, alle kennen Pasta. Sie alle kochen und lieben Spaghetti, Lasagne und viele andere Gerichte aus Italien, aber diese gehören keinesfalls zum Alltag dieser Inseln.

Das Schöne an das Reisen und die Begegnung mit anderen Kulturen kann man sicherlich am besten erleben, wenn man diese fremde Küchen kennen und lieben lernt. Wenn das Individuum noch die Leidenschaft nachgeht, eigenständig zu kochen, Inspiration und das Kombinieren werden unvermeidbar.

Plantain Schale
Plantains Risotto

 

Aber wie entsteht ein Risotto a la Cubana? Ich wählte Zutaten, die für Kubaner mehr als selbstverständlich sind: Orangen, Knoblauch, Plantains und Kaffee.

  • drei grüne Bananen (Plantains) – es ist auch möglich Plantains zu verwenden, die gereift haben
  • 250 g Arborio Reis
  • 1,5 L Lammbrühe
  • zwei Zwiebeln
  • zwei Knoblauchzehen
  • Orangenschale (gerieben)
  • einige Blätter frischer Salbei
  • Olivenöl
  • zwei EL Espresso
  • 200 ml Weißwein
  • 4o g Parmesan

Notiz: Wenn Plantains grün sind, sind sie herb. Wenn sie blassgrün werden oder leicht gelb, werden sie leicht süß. Wenn deutlich gelb oder fast orange, sind sie sehr süß und sehr weich. Meiner Erfahrung nach werden sie in alle Stadien gekocht. 

Zuerst werden die Plantains geschält und etwa 20 Minuten in leicht gesalzenes Wasser mit einen Esslöffel Olivenöl (beim mittleren Feuer) ein wenig vorgekocht. Wenn sie schon reif sind, muss man sie nicht vorkochen. Noch warm, Plantains in Scheiben schneiden.

Brühe vorbereiten und Espresso brühen. Großer Topf erhitzen und etwa 2 oder 3 El Olivenöl eingeben.  Zwiebeln darin glänzen werden lassen, bevor man die Plantains hinzufügt und schließlich den Reis. Wenn der Reis glasig wurde, mit Weißwein ablöschen. Gehackte Salbei Blätter, Knoblauch, Orangenschale und den Kaffee hinzufügen und Hitze reduzieren. Dabei immer rühren. Sobald der Wein absorbiert wurde, kommt die erste Portion Brühe rein. Dies wird immer mit einer Suppenkelle gemacht und immer nur eine Portion auf ein Mal. Immer rühren. Dann warten, bis die Flüssigkeit verdampft ist, und die nächste Portion eingießen. So immer weiter und immer rühren. Wenn etwa die Hälfte der Brühe verbraucht ist, Parmesan zufügen. Dann wird die Brühe weiter regelmäßig hinzugefügt, immer weiter rührend. Wenn der Reis noch bissfest ist und die Konsistenz cremig, ist das Risotto fertig. Vom Feuer nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Mit ein paar Tropfen Olivenöl servieren.

Sie sollen auch meine Rote Beete Risotto und Lamm Risotto unbedingt ausprobieren!

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