Architektonische Aspekte in der Kaffeehaus Landschaft Londons

Flat White Cafe, London (Tür Gewichte)
Princi, London (Wasserbrunnen)
Princi, London (Wasserbrunnen)
Monmouth Coffee, London (Holz)
Monmouth Coffee, London (Holz)
Monmouth Coffee, London (Holz)

 

Es ist berechtigt zu sagen, dass Kaffeehäuser gebaut mit Gedanken an Architektur und architektonische Projekte konzipiert mit Kaffee und Kaffeehäuser im Kopf, etwas aus vergangenen Zeiten ist. Dies finde ich mehr als traurig. In Tschechien, Österreich, Italien und einige andere Länder findet man gelungene Beispiele, aber es sind in der Regel ältere Objekte. Es ist dennoch möglich manche neue Kaffeehäuser zu finden, wo Architektur Gedanken und Aspekte sichtbar sind. Hier habe ich eine bescheidene Sammlung aus der Londoner Kaffeelandschaft zusammengestellt, wo man guter Kaffee, gute Architektur für das Auge oder beides finden kann.

Flat White ist mit Sicherheit ein anspruchsvoller und wichtiger Ort für Kaffee im wunderschönen London. Wenn man das Café betritt, schließt sich die Tür automatisch wieder zu. Dies geschieht dank zweier Tassen, die von einem Kordel hängen und durch deren Gewicht dafür sorgen, dass die Tür wieder zu geht. Anscheinend ist die Tür schwerer geworden und in letzter Zeit hat man noch ein Siebträger angehängt.

Princi ist sicherlich nicht der Ort, wo man mit Kaffee aus leidenschaftlicher Zubereitung rechnen soll, aber das Lokal bietet Kaffee mit akzeptabler italienischen Qualität und mehrere Teesorten. Das Angebot an Backwaren dagegen ist qualitativ sehr hoch, ähnlich wie die Atmosphäre, die durch ästhetische Akzente in der Architektur, sehr einladend wirkt. Sogar die Backöfen zeugen hiervon. Ich muss hinzufügen, dass ich Wasserbrünnen und Kaffeehäuser als perfekte Paarung sehe. Viele Jahre machte ich mir darüber Gedanken, welche Musik würde ich laufen lassen, wenn ich ein Kaffeehaus hätte. In Köln hörte ich im Café Mozart nur klassische Musik, eine Musikrichtung, die ich sehr liebe. Doch für Viele sind diese Klänge anstrengend. Viele Menschen liebe Jazz, viele nicht. Popmusik im Hintergrund kann höchst störend sein und als akustische Verschmutzung wirken. Absolute Ruhe ist zu kalt. Plötzlich wusste ich die richtige Lösung für Ohren im Kaffeehaus: fließendes Wasser.

Eins der allerbesten Orte für Kaffee in London ist zweifelsohne Monmouth Coffee. Dort findet man gar manche der besten Situationen für Kaffee weltweit, sei es als Espresso oder aus den Filtersystemen. In eins der drei Monmouth-Lokalitäten findet man ein Eingang, der an klassische „coffee-shops“ erinnert. Doch wenn man im Sitzbereich ankommt, befindet man sich in einer Kaffeehaus Atmosphäre der alten Tradition. Sitzbänke und Tische aus Holz – roh, massiv, rustikal, aber minimal – teilen sich den Raum mit Kaffeemaschinen und Geräte mit ihren fleißigen Baristi. Überall findet man die Holzknoten, die ich fotografisch unbedingt festhalten musste.

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