Honig

Um 1989 befand ich mich in einer Phase, in der ich mir jeden Morgen zwischen dem Aufstehen und zur Arbeit gehen zwei Stunden nahm. Diese Zeit war hauptsächlich für das Frühstück gedacht und bestand aus einer Schale Müsli, zwei bis vier belegte Brotscheiben und vier Tassen Kaffee aus der französischen Stampfkanne. Damals kam keine Milch in meinem Kaffee rein, nur Honig. Einerseits war es mir wichtig, meine tägliche Zuckereinnahme auf einem Minimum zu halten, aber der Honiggeschmack hatte für mich auch viel mehr zu bieten als Zucker, und davon profitierte auch der Kaffeegeschmack.

Tiere spielen seit Millionen von Jahren eine wesentliche Rolle in den Zyklen und Existenz der Flora. Heute ist eine Frucht wie die Avocado nur durch Anbau möglich, doch früher trugen Riesenfaultiere zur natürlichen Vermehrung des Baumes bei durch ein Vermehrungssystem, das man mehrfach in der Natur vorfindet – das Fressen und Ausscheiden. Neben Avocado gibt es weitere Beispiele, wie der inzwischen bekannter und teuer gehandelter Kaffee, der von Schleichkatzen in Länder wie Indonesien und Äthiopien gefressen wird, und die Beeren der männlichen Spargelpflanze die von Vögel gefressen werden. Andere Tiere steuern zur Hilfe mit anderen Methoden bei, wie Kolibris und Vanille Orchideen, Kanutis und Paranüsse oder kleine Wespen und Wacholderbäume. Doch von allen fleißigen Tieren ist vielleicht die Biene das populärste. Sie besuchen Blüten und Blätter und sammeln dort Nektar, Pollen und zuckerhaltige Absonderungen auf. In deren Honigmagen wird dieser Rohstoff dann veredelt und angereichert, bevor er in die Wabenzelle im Bienenstock kommt und mit dem Wachsdeckel verschlossen wird.

Im Honig finden sich, neben etwa 80% Zucker, Spuren von Vitaminen und Mineralstoffe, sowie Enzymen und über 300 aromatische und farbgebende Substanzen.

Für besonderen Geschmack in reiner Form (z.B. aufs Brot) bevorzuge ich Rapshonig. Für Veredelung verwende ich Akazienhonig, da er im Vergleich wenig Eigengeschmack hat.

Honig begleitet mich also seit vielen Jahren in meinen Experimenten mit Kaffee, ob sie als Wagnis zur Tage kommen oder eher traditionellen Ursprungs entsprechen, da in meiner Familie Honig eine immer präsente Nahrung war und vielseitig eingesetzt wurde. Zu den Beispielen gehören das Einsetzten von Kaffeemehl in den Honig (in einer Teepapierbeutel), sowie Vanillekapseln.  Es gibt auch Honig, der direkt aus den Pollen der Kaffeepflanzen hergestellt wird, was ich leider bis jetzt nicht probieren konnte. Ist aber hier erhältlich.

Knoblauch, Ingwer, Zitronen und Honig sind die Hauptlebensmittel, die mich seit vielen Jahren medizinisch begleiten. Honig wirkt antizeptisch und hat heilende Kräfte bzw. wirkt entzündungshemmend. Habe ich eine infizierte offene Wunde, nehme ich Honig; habe ich Halsschmerzen, nehme ich ein Esslöffeln Honig im Mund und lasse ihn sehr langsam runtergleiten – OHNE zu schlucken.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s