Was ist auf dem Weg mit Kaffee passiert?

Viele, viele, viele, Jahre her haben Menschen in Afrika – vorwiegend in Äthiopien – damit angefangen, aus gerösteten Bohnen Getränke zu machen. Und während manche das Fruchtfleisch der Kirschen nahmen und daraus Wein machten, haben andere daraus Heißgetränke zubereitet und die Kerne entsorgt. Für Kaffeekirschen hat man bis jetzt viele unterschiedlichen Anwendungen gefunden, aber gleich wo man schaut, in Amerika, in Asien und in Afrika hat man sich bei dieser
Frucht für Getränke entschieden und vorwiegend süße Getränke.

Jeder TRINKT Kaffee. Wieso?

Äthiopier hätten diese Bohnen mit unterschiedlichen Gewürzen rösten können – wie sie das noch heute machen – und diese für irgendeiner Suppe mit Fleisch und anderen Getreidesorten verwenden können. Hätte evtl. ein geliebtes Gericht werden können und typisch Äthiopisch. Sie hätten es auch mit Teff mischen können – das nahrhafte Gras, das man in den äthiopischen Highlands findet – und ein Fladenbrot schaffen können, das überall bekannt worden wäre. Oder aus Kaffee und Teff hätten sie ein dunkles Bier brauen können – feines, äthiopisches Gebräu.

Es war eher der Europäer, der damit anfing, Kaffee – sowie Kakao – mit Milch zu trinken. Die Azteken hatten ihren Getränk für besondere Anlässe aus Kakao, Vanille und nur Wasser. Auch die Wiener waren Anfangs nicht ganz begeistert vom Kaffee, bis Kolschitzky Kaffee mit Milch seiner Gäste servierte.

Es gibt immer mehr Sternköche, die gerne mit Kaffee würzen und experimentieren, sei es für Sausen oder direkt mit Fleisch und Fisch, statt – wie üblich – Süßes hierfür zu wählen. Ist es Zufall, dass Kaffee als Gewürz nicht populär ist? Ist das etwas von der Natur aus aufgesetzt? Ist es die stimmige Variante, die uns in dieser Richtung geführt hat? Oder ist es bloß eine kulturell bedingte Gewöhnung unsererseits? Unlängst habe ich wieder eine Mischung gemacht – mit Vanille. Dieses gab ich einer Freundin zu riechen, ohne dass sie wusste, was drinnen war. Sie sprach sofort von Süßes. Seitdem frage ich mich, ob sie aus der Vanille-Kulturgewohnheit her eine süße Note roch, oder eher weil Vanille alchemistisch betrachtet wirklich süßlich ist und wir unwissend das richtige von Anfang kombinieren?

Ein wenig Kaffee zum Denken!

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