Deutsche Gesellschaft für Ernährung zur Kaffee und Flüssigkeitshaushalt

* trinken Sie jeweils eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser

* trinken Sie immer dann, wenn Sie durstig sind – wenn während der Mahlzeit, trinken Sie auch dann

* trinken Sie 2,5 Stunden nach einer Mahlzeit wieder Wasser

* trinken Sie morgens nach dem Aufstehen unbedingt Wasser, um den Flüssigkeitsverlust während der Nacht auszugleichen

* für die richtige Wassermenge: täglich etwa 30 ml Wasser pro kg Körpergewicht. z.B. bei 70 kg Körpergewicht 2,1 Liter Wasser pro Tag

* achten Sie darauf, dass kein Salzverlust entsteht, wenn Sie mehr Wasser trinken als oben vorgegeben. Bei etwa 2 Liter Wasser täglich braucht Ihr Körper einen halben Teelöffel naturbelassenes Salz.

* Alkohol, Kaffee und Schwarztee entziehen dem Körper Wasser – gleichen Sie dies durch zusätzliches Wassertrinken aus.

* Wasser ist besonders wichtig für Menschen, die wenig Obst und Gemüse essen.

* trinken Sie Wasser vor dem Sport – wichtig für das Schwitzen

* reines Wasser ist durch nichts zu ersetzen – auch nicht durch Kaffee, Schwarztee, Alkohol, Milch oder Säfte

(dge)Nach jeder Tasse Kaffee solle auch ein Glas Wasser getrunken werden, da Kaffee „treibt“, so ein häufig gut gemeinter Rat. Aber stimmt es, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht und somit nicht zur Flüssigkeitszufuhr hinzuzählt? Nein, so die Antwort der DGE. Es schadet zwar nicht, zu einer Tasse Kaffee auch ein Glas Wasser zu trinken, notwendig ist es aber nicht. Für viele Menschen leistet Kaffee einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Gesamtwasserzufuhr. Es wird in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen – wie jedes andere Getränk auch, z. B. ein Glas Saft, eine Tasse Tee oder ein Glas Bier am Abend.

Richtig ist, dass im Kaffee enthaltenes Koffein einen harntreibenden Effekt hat. Sowohl die Menge des Koffeins als auch die Frequenz des Kaffeekonsums haben hierauf einen Einfluss. Der Effekt ist jedoch nur vorübergehend und bei regelmäßigem Kaffeekonsum weniger stark ausgeprägt, so dass sich der Flüssigkeitshaushalt innerhalb eines Tages wieder im Gleichgewicht befindet. Bei höheren Koffeinkonzentrationen führt die hohe Koffeinzufuhr neben der vermehrten Wasserausscheidung auch zu einer vermehrten Salz- und insbesondere Natriumausscheidung. Auch dieser Effekt wird regelmäßig durch Kompensationsmechanismen ausgeglichen.

Wegen seiner anregenden Wirkung auf Herz und Kreislauf sollte Kaffee nicht zum Durstlöschen verwendet werden, so die Empfehlung der DGE. Hier sind Mineral- und Trinkwasser und andere kalorienarme Getränke, wie Schorlen aus Fruchtsaft und Wasser sowie Früchte- und Kräutertees die bessere Alternative. Gegen den täglichen moderaten Genuss von bis zu 4 Tassen Kaffee mit 350 mg Koffein ist allerdings nichts einzuwenden.

Hintergrundinformation: Bei einmaligem Genuss weniger Tassen Kaffee reichen 24 Stunden aus, um die geringe harntreibende Wirkung des Koffeins innerhalb von 3 bis 7 Stunden durch Gegenregulationsmechanismen zu kompensieren. Kaffee beeinflusst den Flüssigkeitshaushalt deshalb mittelfristig allein durch die mit dem Getränk zugeführte Wassermenge.

Die Empfehlung, zu jeder Tasse Kaffee ein Glas Wasser zu trinken, beruhte u. a. auf der Fehlinterpretation der Ergebnisse einer Studie, in der die Gesamtwassermenge als alleiniges Maß für die Beurteilung der Flüssigkeitsversorgung herangezogen wurde:

Bei zwölf Freiwilligen, die seit fünf Tagen keinen Kaffee mehr getrunken hatten, führte der Konsum von sechs Tassen Kaffee am Versuchstag zur durchschnittlichen Abnahme des Körpergewichts von 0,7 kg und einem gleichzeitigen Anstieg des Urinvolumens und der Natriumausscheidung. Die Schlussfolgerung von Kaffee als Flüssigkeitsräuber beruht auf einem Irrtum, der die vorübergehende Abnahme des Körpergewichts und damit der Gesamtkörperwassermenge mit einer Verschlechterung der Flüssigkeitsversorgung gleichsetzte. Diese Abnahme stellt jedoch nicht zwangsläufig eine Verschlechterung der Flüssigkeitsversorgung dar. Ein Wasser- bzw. Flüssigkeitsmangel ist durch Faktoren, wie die Erhöhung der Urinkonzentration (Anzahl gelöster Teilchen, Osmolalität) und erhöhter Elektrolytausscheidung gekennzeichnet.

Wird Kaffee regelmäßig in konstanter Menge konsumiert, so besteht keine erhöhte Wasser- sowie Natriumausscheidung infolge der erhöhten Aktivität verschiedener Kompensationsmechanismen.

DGE-aktuell 01/2005 vom 12.01.2005
http://www.dge.de

Mit anderen Worten, der Körper weisst, was er tut und gleicht sich selber aus. Wichtig dabei!!! – wie übertreiben es nicht. Ich stelle immer wieder fest in den unterschiedlichen Berichte und Studien die Nummer VIER als ideale (Grenze) für Kaffeekonsum.

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