Archiv für 'im Mund ° in the Mouth'Kategorie

Verweildauer als philosophische Messung

Juli 11, 2009

Ihr Mund war ihr Heiligtum. Wenn es um Gelüste und die Liebe ging, alle anderen Teile ihres Körpers waren willig und frei. Julia Roberts küsste nicht.

Im Mund fängt die einzige Philosophie an, die uns physisch am Leben erhält. Es ist diese kleine Kammer, in der sich Zunge, Speichel und Gaumen befinden und gemeinsam wesentliche Entscheidungen mitlenken, was reinkommen darf und was draußen bleiben muss. Hier fangen sie alles auf und entscheiden innerhalb von Sekundenfragmenten an Hand von Wissen und Prüfungen, was ihnen lieb bzw. nicht lieb ist. Im Mund wird auch die Wirkung mitentschieden, die Essen und Getränke auf den Körper haben werden, schon bevor sie diesen in Richtung Den Rest des Beitrags lesen »

Kaffeeöl und Verwässerung ° Coffee oil and watering

Juni 9, 2009

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Verwässerung ist bei der Kaffeezubereitung die allgemeine Tendenz.

Aber die Hauptstufen zum Kaffeegenuss sind Kaffeeöl (auch Aristippos Schwarz genannt), Ristretto und schließlich Espresso.  Den Rest des Beitrags lesen »

Genuss: Zwischen Essen und Rausch

Mai 30, 2009

Genuss ist ein weites Spektrum, das aber weder an einem Bereich ankommt, wo man frisst und sich vor Freude nicht mäßigen kann, noch im Bereich der Obsession.

Etymologisch hat das Wort Genuss/Genießen ihr Wurzeln in das Nützliche, also ein weiter gehenden Begriff. Den Satz, „ich habe eine gute Erziehung genossen“ beleuchtet dies. Heute wird den Begriff eher mit Lust in Verbindung gebracht, ein Lust-Nutzen, wenn man so will.

In Sachen Gastronomie ist Genuss eine Linie Den Rest des Beitrags lesen »

Dornfelder Fruchtsaft (im Mund)

Mai 11, 2009

Mit der Absicht, die ständige Kritik an den deutschen Rotweinen entgegen zu wirken, dass sie farbenschwach wären, forschte August Herold (1902 – 1973) für die Züchtung einer Rebsorte, die als Verschnitt eingesetzt werden sollte und somit der Rotweine eine dunklerer Farbe verleihen.

So entstand 1955 eine Traube, die woanders landete, als es vorgesehen war, den dieser Frucht war erköstlich dazu in der Lage, eigenständig einen Qualitätswein herzugeben. Für Wein ist die Dornfelder Traube herausragend, als Fruchtsaft bleiben die Tropfen aber farbenschwach.

Doch zum Glück sind nicht nur Wein und tiefes Rot Genussquellen. Dornfelder Saft ist Saft für die Weinflasche, damit er langsamer getrunken und länger genossen wird. Er ist ein kräftiger, aber gediegener Geschmack von Kirsch und Brombeeren der herrscht. Das Aromaspektrum ist aber breiter und noch komplexer, komplex genug um von Poesie im Mund sprechen zu dürfen.

Aber nur ein Geschmack kann für sich sprechen in dem er geschmeckt wird.

Die Welt des Cocktails wird diese Tropfen mit absoluter Sicherheit lieben lernen und Kaffee kommt ebenfalls.

Dornfelder Saft DeppischVivien`s Roter Traubensaft

aus 100% eigenem Lesegut vom Dornfelder und sonst nix!

€ 3.95 /Ltr.

www.deppisch.com

denk über Deiner Kaffeebilder hinaus…

Mai 7, 2009

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koste über Deiner Zunge hinaus

dies IST Kaffee

Bitterer

März 26, 2009

…und süßer und noch vollmündiger als die beste Tropfen, die die Essenz eines Kaffees ausmachen, ist Poesie.

Vor allem die Poesie, die aus reiner Liebe floriert.

Doch solche Tropfen sind an sich Poesie.

Extrovertierter und introvertierter Espresso

März 22, 2009

Es ist schon länger her – als ich ein kleiner Raum und ein guter Kaffee genoß – dass ich daran erinnert wurde, Extravaganz und Simplizität sind in ihrem Ausdruck nicht verwandt, doch in ihrem Inhalt nicht zwangsläufig unterschiedlich, manchmal sogar gar nicht von einander zu unterscheiden. Heute möchte ich diesbezüglich vom introvertierten und extrovertierten Weg zum Espresso reden.

Gegen Mitte des 19. Jahrhundert hatten die Franzosen bereits die Espresso-Idee gehabt. Beispiele wurden zur vierten Weltausstellung 1855 in Paris gezeigt. Doch erst fünfzig Jahre später machten Desiderio Pavoni und Luigi Bezzera der Auftritt der ersten kommerziellen Espressomaschine möglich. Diese wurde mit ihrer Ausstellung auf der Mailändischen Internationalen Messe im Jahr 1906 in den Markt eingeführt.

Heute gilt ein Espresso bzw. ein Kaffee aus einer ‘Espresso-Maschine’ extrahiert als wertvollster und feinster Kaffeegetränk. In ihrer sonderliche Wirkung, ihren Geschmack und ihrer Qualität bezüglich ihrer chemischen Zusammensetzung, eine Espresso Extraktion weist Zügen aus Den Rest des Beitrags lesen »

Espresso-to-go?

März 21, 2009

Nur eine Woche ist es her – so in etwa – da dachte ich darüber, dass von Bestellungen für Espresso-to-go hört man nicht. Ich hatte zumindest noch nie sowas gehört und konnte mir nicht vorstellen, dass man so was tut. Es schien mir so, als wenn man zu einem Bar geht und bestellt ein Whiskey-to-go in einem Becher.

Dann, heute geschah es!

Ich besuchte ein fantastischer Kaffeeort… wir unterhielten uns über Kaffee (ausnahmsweise)…  da kommt plötzlich ein Mann rein und bestellt ein doppelter Espresso-to-go. Der Mitarbeiter fing mit der entsprechende Zubereitung an, aber dann, als wenn der Inhaber ganz plötzlich die Bestellung registriert hätte, sagte er zum Kunde, daß für eine Bestellung zum Mitnehmen, das Getränk in einem Pappbecher serviert werden müsste und dieses würde dadurch sehr schnell kalt werden, womit der Genuß des Getränks sehr begrenzt wäre.  Somit bestellte der Mann um und stand gute 10 Minuten an der Tür und genoß sein Kaffee – hat er zumindest gesagt, als er fertig war. Und am Gesicht meinte ich seine Freude darüber zu erkennen, dass man ihn zum Genuß gezwungen hatte.

Interessant – dachte ich mir… Vor ein paar Tagen hatte ich mir gesagt, dass so eine Bestellung nicht gibt.

In der Tat. Sie gibt es nicht.

Dramaphase der Kaffeeevolution ° The ongoing evolution into the Dramatist phase of Coffee

März 10, 2009

Es fing mit einem bitteren Geschmack an.
Eine spontane Idee war es – kein Ritual, keine Gewohnheit, keine Sucht – bloß eine mir bedeutungslose Tätigkeit, die für viele andere die Selbstverständlichkeit einer Pause darstellte.

Irgendwann wurde aber das Kaffeetrinken eine übliche morgentliche Gewohnheit. Drei oder vier Tassen zum Frühstück in einer Glaskanne gestampft. Es vergingen Jahre und das Ganze wurde zum Ritual. Weniger Tassen, komplexer gebrüht. Ich hörte sukzessive mit dem Brühen auf und das Kochen setzte ein.

Heute – nach ca. 30 Jahren, dass ich den Kaffeegescmack kenne – fängt jeder meiner Tage mit einem Kaffee an, den ich Aristippos nenne, denn der Mann aus Kyrene suchte durch Genuß den Geist zu erheben.

Geschmack ist nicht im Mund allein – hängt u.a. davon ab, was das für eine Nacht war, was die Organe sagen, was der Geist sagt, was man weisst, was man will…

ein Drama!

 

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It started all with a bitter taste.

It was no routine, no habit, no dependence, but an insignificant deed in itself and the wish to taste what for many seemed to be an unavoidable joy or addiction around the globe. And at some point, drinking coffee became a morning ritual – i claim, it was never a dependence, but as a coffee drinker,  who am i to be able to tell? – about 3 cups during breakfast out of a french press.

Years went by and this ritual intensified, varied… less cups, more complex brewing, more demands. I stopped brewing and began cooking.

Today, every single day begins with the results of some 30 years of growth in taste and choices for the palate and for the mind – yes, the mind tastes along, reason why i call my little coffee in a glass an Aristippos. He is the man who started enjoying as a philosophy.

Taste is never in the mouth alone. Taste depends on your sleep, on your organic and mental state, on what you know, on what you want…

Yes, it’s a drama!